Logo

Evangelische Kirchengemeinde Luckenwalde

Aktuelles

Gedenktafel für Wera Zeller wird eingeweiht

Herzlich laden wir für Donnerstag, den 16. April zu 17.00 Uhr auf den Friedhof Vor dem Baruther Tor ein. Dort wird eine Gedenktafel eingeweiht, die an die 1925 in Luckenwalde geborene Wera Zeller, geb. Klose, erinnert.

Sie konnte als Kind der nationalsozialistischen Judenverfolgung nach Chile entkommen und hat zeitlebens eine innige Beziehung zu Luckenwalde bewahrt und unsere Stadt immer wieder besucht.

Wir freuen uns auf eine Ansprache und Informationen von Pfr. i. R. Detlev Riemer, dem wir die Vorarbeit und den Anstoß zu dieser Aktion verdanken.

Hier Sie mehr über Wera Zeller nachlesen...

Wera Zeller, geb. Klose, wurde 1925 in Luckenwalde geboren. Ihre Großeltern, das jüdische Ehepaar Victor und Margarethe Schlesinger, besaßen ein Schuhgeschäft am Markt gegenüber dem Rathaus. Das Geschäft musste 1938 nach 40-jährigem Bestehen aufgrund der antijüdischen Maßnahmen des NS-Staates veräußert werden. Das Ehepaar samt Tochter und der Sohn mit ihren Familien flüchteten im Februar 1939 zu Verwandten nach Chile.

Wera war damals 13 Jahre alt. Sie hatte anfangs große Schwierigkeiten, Spanisch zu lernen, beherrschte aber bald die Sprache so gut, dass sie sich als Literatin einen Namen machte.

Sie übersetzte u. a. deutsche Werke der Romantik ins Spanische, wodurch sie in ihrer Exilheimat Chile bekannter wurde als sie in Deutschland ist.

Wera Zeller kehrte 1970 nach Deutschland zurück; sie ließ sich in Westberlin nieder. Dort arbeitete sie im Ibero-Amerikanischen Institut.

Luckenwalde, die Stadt ihrer Kindheit, blieb für sie „der schönste Ort der Welt“, wie sie in einem Rundfunkinterview 1997 freimütig bekannte. Wera Zeller starb 2008 in Berlin, fand aber – ganz in ihrem Sinne – ihre letzte Ruhe in Luckenwalde. Ihre Urne wurde auf dem Friedhof „Vor dem Baruther Tor“ beigesetzt.

Detlev Riemer

Über ihre erste Rückkehr ins fremdgewordene Luckenwalde hinterließ Wera Zeller ein Gedicht...

NEBEL

Ich gehe durch die nebelweißen Straßen
dieses Ortes, der meine Kindheit begrub.
An den Ecken lauert der Wind,
bereit, den ahnungslosen Wanderer zu überfallen.
Stimmen lösen sich von den Mauern,
Flüstern, das sich in Schreie verwandelt,
Schreie vom Weinen erstickt.

Wer ruft mich vom verlassenen Turm.
Die Uhr zeigt eine unwirkliche Zeit,
ihre Zeiger deuten irgendeinen Mittag an.
Irgendeinen. Februarmittag des Jahres…
Ich weiß es nicht, will es nicht wissen!
Etwas in meinem Inneren schmerzt
wie eine soeben aufgebrochene Wunde.

Die Februarmittage begruben meine Kindheit.
Es ist die Abfahrtsstunde der Züge,
die Stunde der einsamen Abschiede, der Tränen,
die an den Wimpern zu Eis erstarren bevor sie entspringen.
Ich bin wieder hier. Heut such' ich dich
im Netz der verwinkelten Gassen.
Die Mauern werfen das Echo deines Namens zurück.
Nichts. Schweigen. Der Nebel verschluckt meine Schritte.

Wera Zeller

Stolpersteine für die Familien Klose und Schlesinger...

Am 09.11.2025 wurden für die Familien Klose und Schlesinger Stolpersteine verlegt. Dabei waren Angehörige aus Chile zugegen.

08.04.2026

Ehemaliges Gemeindehaus Dahmer Straße 48 steht zum Verkauf

Das Landeskirchenamt bietet auf seiner Website, wie vor Jahren von unserem GKR beschlossen, unser ehemaliges Gemeindehaus in der Dahmer Straße 48 zum Verkauf an.

Mit der Unterstützung bzw. Durchführung des Verkaufs durch das Landeskirchenamt versichert sich unsere Gemeinde professioneller Hilfe und juristischer Sicherheit, das Gebäude für andere wichtige Investitionen an unserem Gebäudebestand zu Geld zu machen und eine für das Quartier Dahmer Straße gedeihliche Wiedernutzung zu befördern.

Kaufinteressenten sollten sich auch mit der Quartiersentwicklung vertraut machen und ggf. mit dem Stadtplanungsamt in Kontakt treten.

18.02.2026

Neuer Kirchenführer ist erschienen

Mit dem Titel "Zwischen Himmel und Erde - Gottes Häuser im Kirchenkreis Zossen-Fläming" hat unser Kirchenkreis einen neuen Führer durch 900 Jahre Baugeschichte von 133 Kirchen in unserem Kirchenkreis herausgebracht.

Das Buch ist gegen ein Entgelt voraussichtlich ab Donnerstag, dem 4. Juli auch in unserem Gemeindebüro erhältlich.

02.07.2024

Dachdeckung der Jakobi schreitet voran

Erfreut können wir hier Luftbilder vom derzeitigen Stand (27. Juni 2023) der Dachdeckung der Jakobikirche zeigen, die uns das Planungsbüro Axel Seemann zur Verfügung gestellt hat.

Bild 1
Bild 2
Bild 3

Die Fotos sind grandios! Wenn Sie Bild 1 heranzoomen, können Sie links neben der Jakobi-Turmspitze am Horizont St. Nikolai und den Wasserturm von Jüterbog erkennen.

Herzlichen Dank für Bilder eines immer schöneren Daches über einer schönen sommerlichen Stadt!

04.07.2023

Kirchenkreis bietet Newsletter an

Der Kirchenkreis bietet uns auf seiner Website www.kkzf.de die Möglichkeit, die Zeitschrift "Fensterkreuz" als Newsletter zu abonnieren. Im Newsletter erhalten Sie dann vierteljährlich per E-Mail Programmhinweise und Neuigkeiten aus den anderen Kirchengemeinden.

Melden Sie sich dazu bitte per E-Mail über an.

21.07.2022

Brennholz aus dem Kirchenwald

In den Revieren der Kirchlichen Waldgemeinschaft Mittelbrandenburg kann Brennholz per Selbstwerbung selbst gemacht und gesammelt werden zum Preis von aktuell 20,- EUR pro Raummeter zzgl. 7% MwSt., die Mindestabnahmemenge beträgt 3 Raummeter.

Revierförster Tobias Schramm spricht mit Ihnen gern die Voraussetzungen und die erforderliche Einweisung ab, mobil: 0162 3269714.


 

Unsere Kirchengemeinde besitzt etwas Wald, viele Landgemeinden besitzen erhebliche Waldflächen. Diese werden für alle angeschlossenen Kirchengemeinden von einem Forstbetrieb als Kirchliche Waldgemeinschaft bewirtschaftet. Die Erträge kommen den Gemeinden zugute.

05.05.2022, aktuell per 24.09.2024

Übrigens...

... wurde unsere Online-Aktivität von www.evangelisch.de bemerkt und gewürdigt. Hier ist der Artikel, in dem Aktivitäten verschiedener Gemeinden, so auch unsere Zahnputzandachten, vorgestellt werden.

02.07.2020

Wer möchte in unsere Signal-Gruppe kommen?

Eine nicht kleine WhatsApp-Gruppe in unserer Gemeinde steigt jetzt auf den datenschutzfreundlichen, freien und leistungsfähigen Messenger Signal um. Ich bin darüber sehr froh und nun auch gern dabei.

Wer sich beteiligen möchte, installiere sich die App. bei Google Play oder im Apple App Store und rufe Frau Daser oder Herrn Steinker an, um in die Gruppe eingeladen zu werden. Auch andere sind dabei und können das tun, fragen Sie einfach Bekannte aus der Gemeinde, denen Sie ein Smartphone zutrauen! Wer ein Telefon verknüpft hat, kann auch auf dem PC eine Signal-App installeren (Voraussetzung: Windows 10 oder Linux, 64 Bit).

Christian von Faber, 02.05.2020

YouTube-Kanal "Zahnputzandacht"

Fast täglich, aber sowieso nicht alltäglich bietet Ihnen der neue YouTube-Kanal unserer Pfarrer eine "Zahnputzandacht" an.

Die Idee kommt aus unserer Signal-Chatgruppe, wo die Andachten zuerst verteilt wurden. Jetzt werden sie auch allen Webseitenbesuchern angeboten. Man kann sie auch als Kanal abonnieren.

28.04.2020, Update 19.01.2022

Gottesdienste im Rundfunk und Fernsehen

akt. 17.07.2025